
Schmeißen wir mal das Klischee-Karussell an! Was assoziieren wir mit dem österreichischen Bundesland „Steiermark“? Genau: Berge, Täler, Ziegenböcke. Ausgerechnet aber aus diesem Epizentrum der Idylle stammt einer der vielleicht spannendsten Gitarrenlärm-Bands: Killed By 9 Volt Batteries.
Das Markenzeichen der vier Österreicher: Musik die zwischen Wahnsinn und Pop hin und her hüpft wie ein Flummi und eine Bandgeschichte so zerrissen wie das Unterhemd eines Actionhelden. Gegründet wurden Killed By 9 Volt Batteries schon 2002, keine zwei Jahre später, 2004, folgt mit „Rascals Kill Wild Wild Rascals“ das Debütalbum. Doch 2005 dann löst sich die Band in ihrer alten Besetzung auf, um kurz darauf den Relaunch zu wagen. Nein, Konstanten braucht diese Band also anscheinend nicht. Warum auch? Die Musik von Killed By 9 Volt Batteries hält ja auch nicht an alteingesessenen Klangmustern fest.
Ihr nunmehr fünftes Album „Escape Plans Make It Hard To Wait For Success“ haben die Österreicher im letzten Herbst in Kreuzberg aufgenommen. An den Reglern: Klez.E (gesprochen: Kleh-si)-Mastermind Tobias Siebert. Und der hat aus der Band das beste herausgekitzelt: Das Gitarrengewaber erinnert an My Bloody Valentine, die verzerrten Riffs an Dinosaur Jr. und die hektischen Schluckaufbeats an Fugazi. Die Österreicher Killed By 9V Batteries verdichten Indie-Geschichte zu zeitgemäßem Gitarrenlärm. Am schönsten an ihrer Wall Of Sound sind allerdings die Löcher.



















tom
01. April 2009 um 16.1 Uhr
yo batts rulez tha world.